Donnerstag, 26. Juli 2012

Erfahrungsbericht Sporttauchen auf Gozo (Malta), Stand Juli 2012


Gozo bietet etwa rund ein Dutzend bekannte und etwa nochmals so viele unbekanntere Tauchgründe, allesamt vom Land aus zu erreichen.

Hier die besten Tauchplätze:
  • The Blue Hole - ein blaues Loch, eher Pool, den man auf 18m Tiefe untertauchen kann und ins offene Meer gelangt. Bei Rückkehr eine dunkle Grotte zu erforschen
  • Inland Sea - ein Salzwassersee mit Höhlendurchgang zum offenen Meer
  • Double Arches - nach 300m an der Oberfläche schwimmend gut zu erreichen, Doppelte Felsformation, welche man auf 25m oder 35m durchtauchen kann
  • Middlefinger - einfacher Einstieg, dem Dropdown nach links entlangtauchen, nach 200m einen Pinnacle, den man zweimal umtauchen kann, Vorsicht: wechselnde Strömung!
  • Ix-Xatt Ahmar - Drei künstlich versenkte Schiffswracks, alle auf 30-40m Tiefe, Vorsicht Dekostop möglich

Trotz hochsommerlichen Temperaturen erreicht man auf 18m Tiefe meistens nicht mehr als 22°C

Empfohlene Ausrüstung:
5-7mm Long Wetsuit, Füsslinge, Taschenlampe, Kompass
(Handschuhe und Kappe nicht nötig)

Durchschnittliche Temperaturen pro 10m (Stand Juli 2012)
  • Oberfläche 25° C
  • -10 Meter 23° C
  • -20 Meter 21° C
  • -30 Meter 19° C
  • -40 Meter 17° C

Ich bin der Meinung, dass Gozo nur fortgeschritteneren Tauchern vorbehalten sein soll. Anfänger und nicht so sichere Taucher können durch den Wellengang / Strömung oder die verschiedenen Einstiege und Ausstiege, wie 2m von der Felskante springen und an Leitern wieder hochklettern überfordert sein.

Da die meisten Tauchplätze mit dem Jeep oder den Trucks angefahren werden, muss man sich auf sandigen und staubigen Parkplätzen, bzw. Nur Plätzen umziehen. Vorsicht ist hier den Lungenautomaten und den Ventilen geboten. Verdreckungsgefahr!

Dieser Erfahrungsbericht ist lediglich ein Hinweis und Tipps für Taucher, welche nach Gozo reisen möchten. Es widerspiegelt lediglich meine Erfahrungen als Sporttaucher, die ich während meiner Zeit auf Gozo gemacht habe und nicht die der Tauchschule Eat Sleep & Dive. Meine Meinung muss sich nicht mit anderen Meinungen oder Erfahrungsberichten decken.

Text und Bilder (c) Juli 2012 by Alex Kronenberg, PADI Divemaster #310058

26.7.12 - Sommer, Sonne, Strand und .. ich!

Badetuch, Sonnencreme, Buch, Kekse & Coke Zero..
..vamos a la playa *sing* oh oh oho-hooo

sonst nix!

25.7.12 - Karwela Ferry Wreck, Inland Sea again und Xlendi Bay



Das Karwela Wrack ist auch eine ehemals ausgediente Fähre der Malta – Gozo Fährverbindung und wurde vor einigen Jahren wie die anderen beiden Fähren künstlich an der Südküste Gozos versenkt. Die Karwela liegt etwas tiefer als die Comino Land und daher musste man höllisch auf die noch verbleibende Grundzeit auf dem Tauchcomputer achten, damit man nicht in einen Dekostop reinrutscht. Nichts desto trotz hats mich nur ein bisschen erwischt und ich musste auf 14.0 Meter Tiefe einen Deepstopp hinreisen. Da ich 27% Nitrox getankt habe, war dies nur für eine Minute. Hätte ich normale Reifenluft mit, dann müsste ich geschlagene 4 Minuten rumdümpeln. Also ich sags gerne nochmals und nochmals und nochmals und nochmals. Nitrox ist einfach sicherer als Reifenluft und wer einen Nitrox Kurs endlich haben möchte, der wende sich an die Tauchschule Eat Sleep & Dive in Steinebrunn Thurgau Schweiz Europa Planet Erde am besten unter http://www.tauchweb.ch/new/kurse0.asp?SID=4. Liebe Grüsse Alex.

Dann am Nachmittag waren wir nochmals am Inland Sea, da habe ich allerdings keine Photos davon mitgebracht, nur ein Stück Mandelkuchen, den sie da im Bistro handgemacht hatten. Natürlich habe ich den schon längst runterverputzt. Sorry Mädels!






Am späten Nachmittag noch habe ich mich mit Josette, unserem Guide des Tages, noch zu einem Cider in Xlendi Bay, einem hübschen kleinen Ferienörtchen, mit nur 100m breiter Bucht, verabredet. Sie holte mich mit ihrem alten Vauxhaull Astra, besser bekannt als Opel Astra, beim Tauchshop ab, anschliessend einen befreundeten Instructor von der benachbarten Base und dann einmal quer über die Insel nach Xlendi Bay. Dort angekommen gesellten wir uns zu weiteren Leuten, allesamt Taucher und jeder von einer anderen Base. Inklusive mir. Ich vertrat EAT SLEEP & DIVE aus Steinebrunn, Schweiz. Shaka Seli!

Dienstag, 24. Juli 2012

24.7.12 - "Comino Land" Ferry Wreck, Xwejni Bay und wer wohl?

Heute erspare ich Euch das Gequacke über was ich heute erlebt und gemacht habe. Ich lasse es auf mich wirken. Mit Euch rede ich erst wieder, wenn Ihr tauchen erlernt habt. Bis dahin behalte ich alles für mich, denn Ihr wisst ja eh nicht, wovon ich spreche? Ach ja? Schnorcheln? Seit Ihr Seepferdchen oder Fischstäbchen? Hihi.

Nun denn. Die "Comino Land" ist eine künstlich versenkte Fähre, die jahrelang ihren Dienst zwischen den Inseln Malta und Gozo geleistet hat. Auf rund 42 Metern Tiefe liegt sie Kiel unten seit 2000irgendwas, hab's nicht so ganz mitgeschnitten. Sie liegt jetzt nun mal da und ist schon sehr mit Pflanzen und so'n Kram bewachsen. Die Fische haben's auch schon entdeckt und Freude daran. Man kann das Wrack gut von vorne nach hinten oder auch umgekehrt auf dem Passagierdeck durchtauchen. Aufgrund der Tiefe von rund 36 Metern empfehle ich natürlich nur fortgeschrittenen und erfahrenern Tauchern dieses rund 80 Meter lange Schiffswrack.



 Am Nachmittag wollte wir eigentlich nochmals zum Reqqa Point, aber aufgrund der starken Wellengänge ist Tom unser Guide, auf Xwejni Bay, welches knapp 500m östlich davon liegt, ausgewichen, was wir alle auch als sinnvoll betrachteten und begrüssten. Auf rund 10 Metern Tiefe tümpelten wir knapp 60 Minuten rum. Aufgrund der Unterwasserströmungen war es doch relativ anstrengend. Einziges Highlight waren kleine Grotten und ein Labyrinth im Felsgestein, das man auf 8m Tiefe durch-, um- und herumtauchen konnte.

Montag, 23. Juli 2012

23.7.12 - Ein Montag wie jeder andere, nur mit Urlaub!



Heute ist Montag. Die Woche beginnt wieder von vorne. Nach einer unruhigen Nacht voller Gedanken, Pläne und Ängste stand ich um 8.00h auf und begab mich ans Frühstücksbuffet im hauseigenen Restaurant in der 1. Etage und futterte erstmal wahllos Sachen in mich rein. Da das Wetter bisher noch keine Anstalten von Urlaub zeigte, liess ich mir Zeit. Etwas später entschied ich mich für einen ausgiebigen Spaziergang auf den benachbarten Hügel, wo man bestimmt eine prima Aussicht über die Marsalforn Bay bekommen würde. Ich lief also los, die Treppe am Triq Il-Pier gleich links hoch, an der Kirche vorbei und auf die Hauptstrasse, die auch der 322er Bus von gestern nach Mgarr gefolgt ist, hoch. Nach einer halben Stunde war ich oben angelangt und lief eine staubige Piste entlang bis zu den Klippen, die etwa einen halben Kilometer von der Strasse entfernt waren. Die Strecke bat nicht viel interessantes, einige Kakteen und Silberdistelähnliche Blumen, die an der Seite wuchsen. Bei den Klippen angekommen, erklomm ich noch einen weiteren staubigen Weg nach oben, bis zu einer hinuntergekommenen Steinhütte, obwohl Steinhütte noch ein milde ausgesprochene Bezeichung war. Aber von da an hatte ich eine wunderschöne Aussicht über die Bucht von Marsalforn. ..und es begann zu tröpfeln, hielt aber nicht lange an. Den Nachmittag verbrachte ich damit, eines meiner mitgebrachten Bücher – Resturlaub von Tommy Jaud – am Strand von Marsalforn fertig zu lesen.

Aber von da an hatte ich eine wunderschöne Aussicht über die Bucht von Marsalforn. ..und es begann zu tröpfeln, hielt aber nicht lange an. Den Nachmittag verbrachte ich damit, eines meiner mitgebrachten Bücher – Resturlaub von Tommy Jaud – am Strand von Marsalforn fertig zu lesen.

22.7.12 - Popeye Village, Valetta und ich

Nach dem Frühstück beeilte ich mich auf die Bushaltestelle von Marsalforn. Es trifft sich immer gut, einige Minuten vor Abfahrt bereit zu stehen und merken, dass es eine Direktverbindung von Marsalforn bis nach Mdarr zur Fähre gibt. Also bestieg ich diesen Bus und schwupps war ich 30 Minuten später auch schon am Fährhafen und musste nicht über Victoria fahren und kriege dem zu folge auch keine 2000 bei nichtbetreten des Los. (Anmerk.d.Red.: Monopoly Running Gag)

Nach weiteren 30 Minuten der Überfahrt war ich auf der Hauptinsel Malta angelangt und suchte die Busse. Da es kein Direktbus zum Popeye Village gab, hat mich ein freundlicher Buschauffeur darauf eingeladen, den Sitz hinter ihm zu belegen und er sagt mir dann, wo ich bei Bisqra raus musste. Von da an war es ein kleiner Fussmarsch von nicht ganz zwei Kilometern Richtung Westen über einen Hügel zur Archor Bay, zu den Kulissen von Sweethaven, wo einst 1979 der Film "Popeye" mit Robin Williams gedreht wurde.

Ein süsses kleines Fischerdörfchen tat sich vor mir auf, als ich durch den Eingang von Popeye Village trat. Als erstes erblickte ich das Haus von Popeye selbst und davor stand auch gleich der namensgebende Protagonist samt Olivia, welche sich gleich für ein Foto anboten. Ich war laut dem Ticket erst der 11. Besucher an diesem Tag. Gleich startete eine kleine Show auf dem Hauptplatz gegenüber der Feuerwehr und dem Souvenir Laden. Eine inszenierte Prügelei zwischen Popeye und Plute, der soeben Olivia entführt hatte. Witzige Animationen. Leider kann ich nicht wirlich mehr über gutes über Popeye Village berichten, da sich diese Einrichtung eher an Kinder orientiert und gerichtet hat. So gibt es auch viele Kinderspielplätze, einen Pool mit Rutsche und so Sachen. Daher entschloss ich mich, nach einigen Fotos und zwei Stunden später, den Ort wieder zu verlassen, um die knapp 2km wieder zurück zu wandern, um den Bus nach Valetta zu besteigen.

Nach rund 70 Minuten holpriger Busfahrt bin ich am Bus Terminus von Valetta, der Hauptstadt Maltas, gelandet, umrundete zu Fuss den Triton Fountain Brunnen und fand gleich auch die Triq Ir-Repubblika, die Republic Street, die Haupttouristenstrasse von Valetta, welche vom Tor Valettas bis runter zum Fort St. Elmo führt. Die Stadtmauern und das Stadttor habe ich gerade in einer riesigen Baustelle, die seit 2010 andauernden Rekonstruierungen, wieder gefunden. Naja, wiederfinden – dann müsste man schon mal da gewesen sein. Bin ich aber nicht. Naja, Egal, Hauptsache Baustelle und ich lief die Republikstrasse runter. Links und Rechts kleine niedliche Seitengässchen und in der Innenstadt reihten sich die Häuser an Häuser auf. Sehr schön anzusehen auch die St.John's Co-Cathedrale mitten in der Innenstadt.

Im Grossmeister Palast bin ich dann mal eingebogen und kaufte mir für €10 ein Ticket um die Prunkgemächer der Ordensritter und die Waffenkammer zu besichtigen. Der Grossmeister Palast ist heute der offizielle Amtssitz des maltesischen Staatspräsidenten und galt während der britischen Herrschaft bis 1964 als Sitz der Gouverneure. Drinnen gibts viele Säle, die prunktvoll mit Fresken, Deckenbemalungen oder Wandteppiche ausgestattet sind. Jeder Raum hat seinen eigenen Namen und Bedeutung.

Nach einer Stunde der Geschichte trottete ich weiter die Republic Street hinunter und suchte das National War Museum, das in das Fort St.Elmo integriert war und kaufte mir für €6 ein Ticket und besichtigte eine weitere Geschichtsstunde lang die Zeit Maltas vom ersten bis und mit zum zweiten Weltkrieg. Anschliessend lief ich dem Ufer entlang zur Bell Siege Memorial, eine riesige Turmglocke, welche täglich um 12.00h mittags schlägt, gegenüber gleich der Lower Barracca Gardens, ein kleiner Park auf der Höhe der Stadtmauer mit grandioser Aussicht über den Grand Harbour von Valetta. Eigentlich wollte ich noch die Grand Harbour Rundfahrt machen, aber als ich das völlig überfüllte Touristenboot gesehen habe, ist mir die Lust vergangen und ich lief zum Busterminal zurück, um wegen eines Verkehrsunfalles eine rund 3 stündige Heimreise anzutreten.

Samstag, 21. Juli 2012

21.7.12 - The Double Arches, The Blue Hole und ich

Was schreibt man übers tauchen, wenn es Menschen gibt, die wie viele andere auch, nicht tauchen können, dürfen oder wollen. Eigentlich spricht man dann mit Leuten, die gar nicht wissen, wovon man spricht, man könnte auch sagen, sprich zu der Hand oder an die Wand, denn sie wissen gar nicht, was sie alles verpassen. Gut, nun zum eigentlichen Thema:

The Double Arches ist relativ nahe von Marsalforn, gut 2km westlicht davon, etwa da wo die Salzsalinen sind, die ich gestern kurz beschrieben habe. Wir zogen uns um und liefen über die unwegsamen Felsen, sozusagen in und um die Salinen herum zur Klippe und sprangen da rund 1m hoch ins erfrischende Nass. Von da an mussten wir rund 300m an der Oberfläche schwimmen, bis wir zum eigentlichen Tauchplatz kamen.

Auf rund 20 m Tiefe tat sich eine doppelte Arche auf, eine Art Felsformation, die man durch- oder untertauchen kann, da es zwei Tunnels gab. Daher auch Double Arches. Logisch, was? Das untere Loch befand sich auf rund 36m Tiefe, da ich allerdings Nitrox 32% getankt hatte, war mein Tiefenlimit auf 33m beschränkt und somit wählte ich die mittlere Durchtauchung. Nach etwas hin und her getauche machten wir uns auf den Rückweg. Der Ausstieg war wesentlich einfacher, da er an einem ganz anderen Ort war. So mit Bootsrampe und soo.. Voll flauschig! Unterwegs noch ein paar Fische, etwas Seegras und viel Wasser, sonst nichts weiter.

Die Mittagszeit verbrachte ich mit einem Stracciatella Ice Cream, welches mir aufgrund der Hitze über die Hand lief oder fast schon entglitt, sitzend auf einer Parkpank an der Marsalforn Bay.

Am Nachmittag fuhren wir erneut Richtung Victoria, denn alle Strassen führen nach Victoria, oder hat wer Rom gesagt? Dann weiter nach Dwejra, wo sich das Azure Window befand. Dort war dann auch unser zweiter Tauchplatz des Tages, das Blue Hole Gozo. Ein etwa 15m breites rundes Becken, ca 20m tief und voller Taucher und andere Seepferdchen. Nachdem wir unser Zeug auf dem Parkplatz präpariert hatten, liefen wohl eher wanderten wir mit dem ganzen Bagage auf dem Rücken über unwegsames Gelände zum Wasser, um uns wieder abzukühlen, während wir auf die anderen warteten.

Auf rund 20 m Tiefe durchtauchten wir erneut eine Arche, welches sich als Tor für das offene Meer auftat und eine Schicht kaltes Wasser kam uns entgegen. Allgemein betrachtet war dies sowieso der kälteste Tauchplatz. Auf rund 30m Tiefe erneut um die 19°C, fast schon Bodensee Niveau. Die schönen Felsformationen machten zwar die Kälte nicht wieder wett, aber es war trotzdem schön, die einzelnen Felsen im Zickzack zu umschwimmen, zum Teil auch wieder zu untertauchen. Gegen schluss hin tauchten wir noch in eine Höhle hinein, die seitlich versetzt etwas unterhalb des Blue Holes befand. Bin ich mal froh, hab ich ne Taschenfunzel und beamte Discothek in die Wanne.


Jetzt ein Cisk (lokales Bier) und ein vierer Beutel Oreos.